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Der "richtige" DSL-Tarif

Bei der Vielzahl an DSL-Tarifen am Markt fällt die Orientierung schwer. Welche Merkmale sind wirklich wichtig? Gibt es versteckte Kosten? Wie lange bin ich vertraglich gebunden? Was die DSL-Anbieter gerne im Kleingedruckten verstecken wird hier auf www.dsl-handbuch.de verständlich erklärt. So finden Sie schnell den "richtigen" DSL-Tarif für Sie.

DSL-Tarife: Die Flatrate als Königin der Tarifarten

Kennen Sie noch die Zeit- und Volumentarife von AOL & Co? Wo Freistunden oder Freivolumen das wichtigste Kaufargument waren? Diese Zeiten sind vorbei, spätestens seit 1&1 Anfang 2005 die Preise für DSL-Flatrates das erste Mal auf unter 10 Euro sinken lies. Seitdem haben die alten Tarife ausgedient. Wer braucht 100 Freistunden, wenn er mittlerweile fast zum Nulltarif so lange surfen kann wie er will? Während die Angebote dieser Art fast ausgestorben sind, halten sich immer noch ein paar vereinzelte Volumentarife, bei denen 1.000, 3.000 oder 5.000 MB Datentransfer inbegriffen sind. Von DSL-Angeboten dieser Art sollten Sie generell Abstand nehmen und statt dessen konsequent auf eine DSL-Flatrate setzen. Unter den DSL-Tarifen aller Anbieter findet sich immer auch mindestens eine Flatrate. Für welchen DSL-Anbieter Sie sich entscheiden hängt deshalb also weniger von der Tarifart, als vielmehr von den Features, Vertragskonditionen und natürlich vom Preis ab.

Nützliche Features von DSL-Tarifen

Eines der wichtigsten Kriterien für die Wahl eines DSL-Tarifs sind die enthaltenen Features. Dabei ist vor allem das Thema DSL-Telefonie zu nennen. Das Telefonieren über das Internet mittels Voice over IP ist generell mit jedem DSL-Tarif möglich. Allerdings gibt es beim Komfort starke Unterschiede, denn wer vom Anbieter keine entsprechende Hardware erhält, kann das eigene Telefon nicht anschließen. Es lohnt sich deshalb einen Tarif zu wählen, bei dem DSL-Telefonie als festes Feature integriert ist. So lassen sich Gespräche ins deutsche Festnetz bereits ab 1 Cent/Minute über den DSL-Anschluss führen. Und das bei vollem Komfort, denn Ihr altes Telefon und Ihre bisherige Rufnummer können Sie in der Regel weiterverwenden. Planen Sie die Nutzung der Internettelefonie über DSL, sollten Sie auf jeden Fall einen genauen Blick auf die Hardware des Anbieters werfen. Diese sollte über einen eigenen Steckplatz für Ihr analoges oder ISDN-Telefon verfügen.

Das Thema Hardware sollten Sie aber auch generell im Auge behalten. Gerade bei besonders günstigen DSL-Tarifen können Hardware-Kosten die Begeisterung trüben. Bei vielen Anbietern sind auch hochwertige DSL-Modems und -Router schon ab 0,- Euro im Angebot. Ein Vergleich lohnt deshalb immmer. Dabei sollten Sie besonders die Themen Modem versus Router und WLAN beachten. Während Sie mit einem Modem nur einen Computer mit dem Netz verbinden können, schließen Sie mit einem Router gleich ein komplettes Heimnetzwerk an. WLAN, der Zugriff per Funkverbindung, erleichtert Ihnen dann die interne Vernetzung. So können Sie sich z.B. mit Ihrem Laptop frei bewegen und etwa von der Couch aus im Web surfen.

Eine weitere sinnvolle Erweiterung von DSL-Tarifen stellen Internetdomains und kostenloser Speicherplatz dar. Einige der großen Internetprovider bieten zu Ihrem DSL-Tarif eine kostenlose Domain mit entsprechenden E-Mail-Adressen und Webspace für die eigene Homepage. Ebenfalls Teil des Pakets ist dann auch Speicherplatz für eigene Fotos oder andere Daten, auf die Sie dann weltweit Zugriff haben. Wenn Sie diese Möglichkeiten intensiv nutzen kann außerdem eine erhöhte Upload-Geschwindigkeit als Feature interessant sein. So können Sie z.B. eigene Videodateien schneller ins Netz stellen.

Falls Sie Wert auf Online-Spiele legen kann auch Fastpath als Erweiterung zu Ihrem Tarif interessant sein. Mit Fastpath wird die Kommunikation zwischen Ihrem PC und dem Internetserver deutlich beschleunigt, was bei Online-Spielen eine schnellere Reaktion ermöglicht.

Mindestvertragslaufzeit und andere Fallstricke beim DSL-Tarif

Um die niedrigen Tarifpreise bieten zu können, sind die Internetanbieter auf lange Vertragslaufzeiten angewiesen. 12 Monate sind mittlerweile der Standard und auch 24 Monate sind keine Seltenheit. Sind derartige Mindestvertragslaufzeiten mit langen Kündigungsfristen und sich ohne Widerruf stet selbst verlängernden Verträgen verbunden, kann es schwer werden aus dem Vertrag auszusteigen. Einen Blick in das Kleingedruckte sollten Sie deshalb schon werfen. Kurze Vertragslaufzeiten sind dabei dann generell zu bevorzugen.

Eine weitere Einnahmequelle der Untenehmen stellen die Gebühren der Support-Hotlines dar. Während die Bestellhotlines kostenfrei oder zum Ortstarif erreichbar sind, verlangen einige Provider für den technischen Support bis zu 99 Cent/Minute. Fragen zur Installation oder Hilfe bei technischen Schwierigkeiten ist dann schnell teurer als der Tarif an sich.

DSL-Tarife im Vergleich

Eine DSL-Flatrate für Privatkunden sollte heute generell nicht mehr als 10,- Euro Kosten. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl weit günstigerer Angebote, teilweise ist der Tarif sogar völlig kostenlos. Beim Tarifvergleich sollten Sie deshalb alle Kriterien mit einbeziehen - Preis, Features und Vertragskonditionen. Erst wenn das Gesamtpaket stimmt, sollten Sie dann eine Entscheidung treffen. Eine gute Quelle für Informationen, gerade wenn es um Details geht, sind immer auch die Webseiten der einzelnen DSL-Anbieter. Hier eine Liste der der Top 5 DSL-Anbieter und ihrer Tarife:

Weiterführende Themen

Profile der DSL-Anbieter
Infos über den DSL-Anschluss
Die Grundlagen der DSL-Technik
Details zur DSL-Hardware
Internettelefonie erklärt